Die nachhaltige Hundeernährung:

Massentierhaltung ist, wie es mittlerweile ja bekannt ist, klimatechnisch ein großes Problem, daher ist es sinnvoll für uns Menschen auf Fleisch weitestgehend zu verzichten. Wir als sogenannte Allesesser, können eine rein pflanzliche Ernährung wunderbar verdauen. Für uns besteht also keine Notwendigkeit Fleisch zu essen. Wie sieht es aber mit unseren geliebten Haustieren aus?

Wie sieht nachhaltige Hundeernährung aus?

Wie nachhaltig ist Hundefutter?

Unsere Vierbeiner sind ein Teil der klimaschädlichen Industrie. Hunde und Katzen sind von Natur aus Fleischfresser und damit auf eine Versorgung mit Fleisch angewiesen. Grundsätzlich sollte für den Hund eine artgerechte Ernährung gewählt werden und diese besteht nun mal zu einem großen Teil aus Fleisch. Um die Fütterung nachhaltiger zu gestalten empfiehlt es sich auf konventionell gefertigtes Futter (also Trocken- und Nassfutter) zu verzichten und das Futter selbst zuzubereiten. Fertigfutter wird zu einem großen Teil aus billigem Fleisch hergestellt und dies kommt dann immer aus Massentierhaltung.

Fertigfutter ist oft weit gereist

Weiters sollte unbedingt auf die Herkunft des Fleisches geachtet werden. Lange Transportwege machen die Klimabilanz noch schlechter. Die Gemüse- und Obstanteile des Futters ganz einfach aus regionalen und saisonalen Sorten zusammenmixen. Vielleicht hast du sogar einen Markt in deiner Nähe wo du das Gemüse und Obst auch für dich direkt vom Bauern beziehen kannst?

Wie kann man die Hundeernährung nachhaltiger gestalten?

Um den Fleischanteil ein bisschen zu reduzieren, empfiehlt es sich auch ein bis zwei fleischfreie Tage für den Hund einzuplanen. An diesen Tagen einfach auf ein vegetarisches/veganes Hundefutter zurückgreifen oder sich ein Rezept aus dem Internet downloaden. Hunde können mit diesen fleischfreien Tagen sehr gut umgehen (ACHTUNG: Katzen nicht! Eine vegane/vegetarische Ernährung von Katzen muss ganz streng überwacht werden und ist nur mit chemischen Zusätzen möglich! Auch ein fleischfreier Tag ist nur begrenzt möglich, bei Fragen bei mir melden).

Fleischreste können gut für Hunde genutzt werden

Weiters bei der Auswahl des Fleisches auf Schlachtabfälle achten. Menschen verzehren heutzutage kaum noch Innereien oder z.B. das Kopffleisch eines Rindes weil es so fett ist, für Hunde aber sind diese Bestandteile eine Delikatesse und Innereien wie Leber und Niere, Milz und Lunge sogar essentiell. Verfüttern wir also Fleisch, dass für den menschlichen Verzehr nicht oder schlecht geeignet ist, wird zumindest das ganze Tier verwendet und nichts oder nur wenig weggeworfen.

Hunde können auch mit Insekten ernährt werden

Ein gesunder Hund kann auch an ein oder zwei Tagen die Woche mit konventionellem Futter aus Insekten ernährt werden. Insekten können auf sehr kleinem Raum gehalten werden und sind in der Herstellung weit weniger aufwendig als z.B. ein Rind. Dies bedeutet, dass die Herstellung von Insektenfutter weit weniger Wasser verbraucht als die Herstellung von einem Futtermittel mit Rindfleisch oder Hühnerfleisch.

Leider muss ich aber auch erwähnen das die Studienlage dazu noch sehr dünn ist und es gibt wenig Quellen, ob diese Art der Fütterung tatsächlich das Wahre ist und aufgepasst: manche Insektenfutter beinhalten Hühnerfleisch oder andere Fleischsorten! Dies ist vorallem für Allergiker ein Problem. Auch hier gilt: wenn man nicht allzu billig kauft und auf die Inhaltsstoffe achtet (was man bei jedem Futtermittel tun sollte) dann ist es eine sehr gute Alternative zu konventionellem Hundefutter.

Auch konventionelle Hunde-Ernährung kann nachhaltiger gestaltet werden

Wird aus bestimmten Gründen konventionelles Futter gefüttert, dann kann man als Konsument auf die Art der Verpackung achten: Trockenfutter z.B. im Papiersack und auf Vorrat kaufen, damit produziert man weniger Plastik. Nassfutter im Glas kaufen und dieses einfach wiederverwenden. Zum Beispiel als Behältnis für Büroklammern um mehr Ordnung im Schreibtisch zu schaffen.

Leckerlis einfach mal selber backen, mit einem der zahlreichen Rezepte aus dem Internet. Das kann ein Riesenspaß für die ganze Familie sein und die Kinder helfen sicher gerne, wenn es um ihr geliebtes Haustier geht.

Beim Hersteller von Fertigfutter unbedingt auf Qualität achten! Ein billiges Futter vom Discounter um die Ecke kann einfach nicht der artgerechten Fütterung eines Hundes gerecht werden. Und nur der Preis spricht nicht für ein gutes Hundefutter. Auch nicht auf noch so grüne Versprechen von Herstellern reinfallen. Es ist wie in der Lebensmittelindustrie für Menschen: Green washing wird auch in der Tierfutterindustrie betrieben. Es macht Sinn auf die Inhaltsstoffe zu achten und wo das Fleisch des Herstellers herkommt. Wichtig: immer nachfragen, nicht von den schönen Bildern auf der Website täuschen lassen, oft sind das nur Werbebilder.

Wenn ihr Fragen zum Thema nachhaltige Fütterung habt, wendet euch gerne an mich.

Dein Welpencoach Romana Stieglecker

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