Noomi und die Angler:
Oder wie entspannen und ruhig bleiben nicht nur dem Vierbeiner helfen. Noomi findet ja eigentlich alle Menschen toll, egal ob sie bei unseren Spaziergängen an uns vorbei sporteln oder nur schlendern. Die einzigen Menschen die ihr wirklich suspekt sind, sind Angler! Der Grund? Vor ein paar Jahren wurde sie Zeugin einer Panikattacke eines jungen Rüden, der vor den Männern die auf unserem Spazierweg geangelt haben davongelaufen ist! Diese Szene war für Noomi so schlimm, dass heute sobald sie Angelequipment nur sieht schon nervös wird!
Wenn die Angler dann auch noch ihre Angelruten auswerfen ist es mit Noomis Beherrschung komplett vorbei. Sie bellt und würde auch Scheinattacken in Richtung der Ruten machen. Das ist natürlich weder für Noomi noch für die anwesenden Angler toll!
Immer schön entspannt und ruhig bleiben
Wie helfe ich nun Noomi diese Situationen gut zu meistern? Ich rufe sie völlig unaufgeregt zu mir, leine sie an und sage ihr das Wort für die konditionierte Entspannung. Danach weichen wir in einem größeren Bogen aus und ich hole mir mit dem Signalwort für den Blickkontakt ihre Aufmerksamkeit, und sie bekommt dafür dann Kekse und während der Keksgabe sage ich nochmal ihr Entspannungswort! Das wiederhole ich solange bis wir bei dem Angler vorbei sind. Danach gibt es meistens eine Runde Leckerli kegeln zum Stressabbau und ich klopfe sie am ganzen Rumpf mit der flachen Hand leicht ab. Dieses Abklopfen lockert ihre Muskeln wieder auf und dies sagt dem Gehirn, hey du bist wieder entspannt. Sofern wir die Möglichkeit haben beobachten wir auch kurz die Angler, dabei wird die Distanz immer so gewählt das Noomi anstandslos die Kekse nehmen kann, als Abschluss wird wieder eine Runde Kekse kegeln gemacht oder es gibt ein Leckerli-Suchspiel.
Und was mache ich um entspannt zu bleiben?
Das Wichtigste vorweg, ich freue mich wenn ich einen Angler sehe, denn jede Begegnungen bietet mir eine Möglichkeit zu üben.
Wenn ich Noomi zu mir rufe um sie anzuleinen, geschieht das immer ruhig und mit fröhlicher Stimme. Ich atme tief in den Bauch ein, lockere meine Schultern und freue mich auf die Trainingseinheit. Ich sage Noomi im fröhlichen Tonfall was ich von ihr möchte und die Leine bleibt dabei komplett locker. Ich stelle mir eine entspannte Begegnung in allen Einzelheiten vor. Unser Gehirn bekommt so eine Blaupause der tollen Begegnung und bleibt in einer positiven Grundstimmung! Diese positive Stimmungsübertragung klappt bei allen Hundethemen, ob beim
Grunderziehungstraining oder bei verschiedenen Verhaltensthematiken. Natürlich ist es kein Allheilmittel, doch es ist ein wichtiger Baustein für erfolgreiches Hundetraining.
Du möchtest deinem Hund helfen in herausfordenden Situationen entspannt und ruhig zu bleiben? Dann schreib mir, ich unterstütze dich gerne dabei.
Dein Welpencoach Romana Stieglecker
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