Die Bindungstheorie

Die Bindungstheorie belegt das Bedürfnis des Menschen nach engen Beziehungen im Laufe des Lebens, sie basiert auf der frühen Mutter-Kind-Beziehung. Es gibt 4 Bindungstypen, welche durch den sogenannten Fremde-Situations-Test evaluiert werden. Das sich Mensch und Hund so gut verstehen, hängt mit eben dieser Bindungstheorie zusammen. Denn die Fähigkeit und das Bedürfnis sich zu binden sind bei Caniden ähnlich wie bei uns Zweibeinern ausgeprägt.

Einfluss der Bindungstheorie auf die Bindung zwischen Mensch und Hund

Welche Bedürfnisse erfüllt eine sichere Bindung?

Wenn verlässliche Bindungspartner in einer sehr frühen Entwicklungsphase fehlen, dann sind psychische und physische Erkrankungen die Spätfolge.

Die Bezugsperson muss:

  • Geborgenheit
  • Schutz
  • Emotionale Erwartungssicherheit und die
  • Möglichkeit zu Erkundungsverhalten bieten können.

 

Wenn diese Punkte nur unzureichend erfüllt sind, wird eine sicherer Bindung nicht entstehen können! Der erster Bindungspartner unserer Vierbeiner ist ihre Mutter. Ist diese nicht in der Lage ihre Welpen zärtlich zu Umsorgen, mit Konflikten umzugehen und eine gute Interaktion zu bieten, dann haben eben diese Welpen keinen sicheren Bindungspartner kennengelernt!

Wie können wir Menschen für Hunde einen sicheren Hafen bieten?

Wichtig ist zu verstehen, dass wir eine Verantwortung gegenüber unserem Hund haben. Dieser darf Schutz bei uns suchen und wird nicht weggescheucht. Durch ein hohes Maß an Erwartungssicherheit lernen die Vierbeiner so Vertrauen in uns zu setzen. Der Hund darf in seinem Tempo unsere Menschenwelt entdecken und wird von uns dabei sozial unterstützt.

Hier ein paar Beispiele wie dies im Alltag aussehen kann:

  • Geborgenheit – Kontaktliegen, kuscheln, in mental schwierigen Situationen Halt bieten,…
  • Schutz – Hunde machen sich nichts untereinander aus, der Hund muss sich nicht von fremden Menschen anfassen lassen,…
  • Emotionale Erwartungssicherheit – Klare Regeln die konsequent über positives und bedürfnisorientiertes Training aufgebaut werden, Ankündigung von Manipulationen am Hund….
  • Erkundungsverhalten – Der Hund darf das Tempo bestimmen, wir überfordern ihn nicht, wir trauen unserem Hund Dinge zu, wir unterstützen ihn in seinem Tun…

Brauchst du Unterstützung beim Training deines Vierbeiners? Dann helfe ich dir sehr gerne dabei.

Dein Welpencoach Romana Stieglecker

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